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Trinkwasserproben auf Legionellen in Wohnhäusern
19.11.2015

Trinkwasserproben auf Legionellen in Wohnhäusern

Zweiter Beprobungszyklus startete 2015 bei WOBAG - Mieter in der Pflicht

Im Gebäudebestand der WOBAG wurde in diesem Jahr der gesetzlich vorgeschriebene zweite Trinkwasser-Beprobungszyklus auf Legionellen gestartet, der bis Ende 2017 abgeschlossen sein wird. Anlagen mit  Warmwasserbehältern von mehr als 400 Litern Fassungsvermögen müssen alle drei Jahre durch ein unabhängiges Labor beprobt werden. Laut Volker Merkel, Sachbearbeiter Haustechnik im Unternehmen, sind Proben in rund 340 Hauseingängen vorzunehmen.  Dabei sind pro Wohngebäude bis zu zehn Wasserproben notwendig, unter anderem am Warmwasserbereiter selbst, an den Enden der Versorgungsstränge, die am weitesten vom Warmwasserbereiter entfernt sind, und im Rücklauf zum Warmwasserbereiter. Die Proben müssen in einem Wohnobjekt alle am gleichen Tag genommen und binnen 14 Tagen ausgewertet werden, so fordert es der Gesetzgeber. Ohne Mithilfe der Mieter, die zuvor über den Beprobungstermin informiert werden, ist das nicht zu schaffen. Zum Zwecke der Probenentnahme wurden an den Warmwasserbereitern in den vergangenen drei Jahren  neue Absperrventile mit speziellen Prüfventilen eingebaut. Der Einbau dieser Ventile gilt als Instandhaltungsmaßnahme. Die Kosten der Wasserbeprobung zählen zu den Betriebskosten.

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die natürlicherweise in Süßwasser vorkommen und sich im warmen Wasser vermehren. Beim Wasser trinken kann man sich mit Legionellen nicht infizieren, aber durch feine Wassertröpfchen können sie eingeatmet werden und zu Lungenerkrankungen führen, die ähnlich einer Erkältung beginnen.

Regelmäßige Wasserentnahme ist die beste Legionellen-Prophylaxe. Deshalb sind alle WOBAG-Mieter aufgefordert, mindestens einmal wöchentlich alle zur Wohnung gehörenden Wasserentnahmestellen, gegebenenfalls auch die Waschmaschinenanschlüsse im Keller oder in externen Räumen, zu betätigen und je Wasserhahn mindestens fünf Liter Wasser zu entnehmen. Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, sollte das Wasser vor dem Duschen ohne zu spritzen aus dem Warmwasserhahn so lange ablaufen, bis heißes Wasser austritt. Perlatoren und Duschköpfe sollten regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. Müssen Brauseschlauch oder Brausekopf wegen zu starker Verkalkung ausgetauscht werden, sollte die WOBAG informiert werden, denn ein Materialmix könnte mit Blick auf Legionellen folgenschwer sein.

Ist die wöchentliche Betätigung der Wasserentnahmestellen auf Grund längerer Abwesenheit des Mieters durch ihn persönlich nicht möglich, hat der Mieter eine Vertrauensperson hiermit zu beauftragen.

All diese Hinweise und Auflagen sind mietrechtliche Pflichten. Sollte der Mieter dem nicht nachkommen und in einer Wohnanlage Legionellenbefall auftreten, als dessen Ursache die nicht wöchentlich erfolgte ausreichende Wasserentnahme in einer vermieteten Wohnung ausgemacht wird, kann das zu Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Mieter führen.

In nicht vermieteten Wohnungen übernehmen die wöchentliche Wasserentnahme übrigens die WOBAG-Hausmeister.

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